Stefan Schwall
Prof. Dr. Jörg Metelmann
Vorstände Verein Apeiros e.V.

In dem auf der Die Linke-Homepage veröffentlichten Redebeitrag aus dem Jahr 2017 werden falsche Tatsachen hinsichtlich des Vereins Apeiros e.V. behauptet.
In einem gerichtlichen Vergleich einigten wir uns darauf, das Recht auf Meinungsfreiheit der Partei zu respektieren und unser Recht auf Wahrung unserer Persönlichkeitsrechte durch eine Gegendarstellung zu verteidigen.
Letztlich wurden hier einfach Aussagen eines Dritten ohne Prüfung übernommen.

Bezüglich des Redebeitrags sind im Einzelnen folgende Punkte richtig zu stellen:


  1. »Zu Apeiros e.V. ist zu bemerken, dass zwei ihrer Vertreter, Jörg Metelmann (sic) und Stefan Schwall, ein Buch herausgebracht haben, das sie mit „der unternehmerischen Notwendigkeit, mit Erziehung Geld zu verdienen“ bewerben.«

    Das Zitat wird verkürzt dargestellt und völlig aus dem Zusammenhang gerissen.
    Das vollständige Zitat lautet: »Die kompetente Perspektive ist die eines Sozialunternehmers im Bildungsbereich, der beides vereint:
    aus der eigenen Biografie heraus das moralische Anliegen, allen Kindern zu ihrem Bildungsbürgerrecht zu verhelfen; kombiniert mit der unternehmerischen Notwendigkeit, mit Erziehung Geld zu verdienen.« Die Schlussfolgerung »Hier liegt das Problem, Apeiros will mit Kindern und jugendlichen Schulverweigerern Geld verdienen!« ist in Anbetracht des Kontextes, in dem der besagte Satz steht, unrichtig und nur als Diskreditierung des Vereins zu werten (siehe dazu auch unten, Punkt 5).
    Denn das genaue Gegenteil ist der Fall, wie Sie einsehen müssten, wenn Sie das Buch einmal zur Hand genommen (haben)hätten. Sie unterstellen mit dem Teilzitat, der Verein stelle Gelderwerb vor die persönlichen Schicksale der uns anvertrauten Jugendlichen. Die gesamte Arbeit von Apeiros beruht hingegen darauf, Kindern und Jugendlichen ihren Zugang zu Bildung zu sichern. Sonst hätten wir ja nicht ein Verfahren entwickelt, das präventiv Schulabsentismus bekämpft.


  2. »Hinzu kommt, dass Daten der Betroffenen und ihrer Familien an Apeiros weitergegeben werden, Familien Gespräche mit Apeiros führen müssen und die Lehrerschaft Vorbereitungs- und Abschlussgespräche mit Apeiros führen muss.... alles insgesamt fragwürdig und abzulehnen.«

    Diese Behauptungen sind allesamt falsch.

    1. Wir bekommen keine Daten. Diese sind kryptografisch verschlüsselt und von uns oder dem Administrator nicht zu entschlüsseln.
    2. Familien müssen keine Gespräche mit uns führen. Was Sie u.U. meinen, ist das Präventionsprojekt, in dem wir den Schulen Hilfestellung geben, wie man zielführend mit den Eltern in diesen Problemsituationen arbeitet (wie RETURN vielleicht?). Finanziert durch Stiftungen und nicht durch den EFS.
    3. Kein Lehrer muss Vorbereitungsgespräche und Abschlussgespräche führen.
      Leider schreiben Sie nicht, was denn nun daran „fragwürdig” sein soll und warum es „abzulehnen“ ist.

  3. »Diese Software ist zudem nicht zielführend, da sie keine Ursachenforschung betreibt und noch lange kein Werkzeug liefert, um auf die unterschiedlichen Gründe von Schulabstinenz zu reagieren. Die Software hilft nicht den Betroffenen, sondern auschließlich den Bilanzen der Unternehmen.«

    Diese Aussagen sind falsch, was wir im Einzelnen erläutern:
    1. Der Einsatz der Software wurde 5 Jahre lang durch die Universität Heidelberg begleitet und es wurde in der Studie festgestellt, dass die Software sehr wohl außerordentlich zielführend ist.
    2. Mit der Software ist es sehr viel besser möglich Ursachenforschung zu betreiben als ohne. Zwar ist eine weitere Diagnostik dadurch nicht obsolet, aber die Genauigkeit der Problemkontexte kann sehr erhöht werden. Wir liefern damit sehr wohl ein Werkzeug, um auf die unterschiedlichen Probleme zu reagieren.
    3. Die Software hilft den Betroffenen sogar sehr, da sie hilft, Sekundäreffekte zu vermeiden.

  4. Hinweisen möchten wir abschließend auf das Folgende:

    Der seit 1919 bestehende Caritasverband Hamm ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Hamm unter der Registernummer VR 653 als Verein eingetragen.

    Wir können den Unterschied zwischen der Caritas und uns nicht sehen. Auch die Caritas muss Löhne zahlen oder Mieten oder Autos. RETURN wird über den ESF und Haushaltsmittel der Stadt Hamm bezahlt. Nichts anderes machen wir. Wir bezahlen Löhne, Mieten und andere Sachkosten.

    Abschließend kommen Sie zu dem Statement, dass »Bildung und Schule nicht in private Hände gehört«. Da stimmen wir völlig zu - nur geht es darum gar nicht. Wir bieten Schulen und Lehrern unsere Hilfe bei Schulabsentismus an, so wie etwa Klett oder Cornelsen Bücher für Schulen anbieten.
    Dadurch ist Bildung noch nicht privat.

    Ihre Vorstellung von Staat, Wirtschaft und Unternehmertum lassen wir hier unkommentiert. Das sind Ihre politischen Meinungen, um die es hier überhaupt nicht geht.